Campanio - Dein Campingplatz und Du Campanio Ecocamping – Einen Schritt voraus

1996 wagte sich die Bodensee-Stiftung an das damals brandneue Thema „Umweltschutz auf Campingplätzen“. Erste Erfahrungen wurden auf dem Campingdorf Horn in Gaienhofen gesammelt. Dann wurde der Campingplatz Klausenhorn bei Konstanz in einem ersten Modellprojekt umgekrempelt: Ein modernes Sanitärgebäude entstand mit Dachbegrünung und Solaranlagen sowie modernster Energie- und Wasserspartechnik. Eine attraktive Wertstoffinsel wurde errichtet. Autos durften nur noch zum Auf- und Abbau von Zelt und Wohnwagen aufs Gelände. Kostenlose Handkarren und ein Transportrad wurden als abgas- und lärmfreie Alternativen angeboten.

Campingpark Klausenhorn, Konstanz, Bodensee, 2012, Hans König, Photographie und Text, freizeitguide aktiv camping-foto

Campingpark Klausenhorn, Foto: Tourist-Information Konstanz GmbH/König

Das Projekt verlief erfolgreich und das nächste folgte: Im Sommer 1999 starteten 14 Campingplätze am Bodensee und sechs am Lago Maggiore zusammen mit der Bodensee-Stiftung das erste internationale Ecocamping-Projekt. Innerhalb von zwei Jahren wurde mit Förderung der EU ein Umwelt- und Qualitätssystem für Campingplätze entwickelt – auf der Grundlage des europäischen Managementsystems EMAS.

Weitere Projekte auf Länderebene folgten – zunächst in Baden-Württemberg, danach in Bayern und schließlich in fast allen deutschen Bundesländern sowie in Südtirol. Mittlerweile hat das Ecocampineg-Netzwerk als eingetragener Verein (im Jahr 2002) europäische Dimensionen erreicht. Insgesamt 220 Campingplätze wurden inzwischen zertifiziert.

Umfragen bestätigen immer wieder, dass viele Gäste bewusst Camps aufsuchen, die ökologisch geführt werden, die ein Bewusstsein zur Umwelt entwickelt haben. Ecocamping fördert dies.

Ein neueres Projekt heißt beispielsweise: Nachhaltiges Verhalten durch Naturerlebnisse im Urlaub – das engagierte Ziel für Naturerlebnis-Betriebe und solche die es werden wollen. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines ersten Naturerlebnis-Projekts zum Jahresende 2014 wird nun in weiterführenden Schritten am Erworbenen gefeilt sowie praktisch entwickelt und erprobt, was Gäste im Urlaub auf spielerische Art einer nachhaltigen Lebensweise näher bringt – In Teilbereichen ersetzen beispielsweise eine aus Baumschnitt aufgeschichtete Benjeshecke (Totholzhecke) einen klassischen Maschendrahtzaun. Naturnahe Spiel- und Begegnungsräume für alle Generationen geben Raum für Kommunikation und Kreativität.

Camping heißt übernachten in Zelten, Wohnwagen, Wohnmobilen oder Mietunterkünften in landschaftlich attraktiver, meist natürlicher Umgebung. Eine weitgehend intakte Natur, saubere Luft und klares Wasser sind dabei für viele Camper mindestens so wichtig wie eine hochwertige Sanitärausstattung, ein attraktives Freizeitangebot oder die Freundlichkeit der Mitarbeiter/innen.

Viele Campingunternehmen setzen sich daher bereits für Umwelt- und Naturschutz ein und betonen dieses Engagement etwa in ihrem Unternehmensleitbild oder in der Bewerbung um nationale und internationale Umweltauszeichnungen wie zum Beispiel die Ecocamping-Auszeichnung oder das europäische Umweltzeichen für Campingplätze.

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