Campingplatz Rottenbuch Camping-Check Wie in einem Dorf

Gstandene oberbayerische Mannsbilder in Tracht, Frauen im traditionellen Dirndl, Urlauber in legerer Kleidung. Sie alle sitzen kreuz und quer gemischt an Biertischen, stehen in kleinen Gruppen zusammen, diskutieren, plaudern. Dieses Bild ist beinahe Alltag auf dem Campingplatz in Rottenbuch. Dann ist wieder ein Verein aus dem nahen Dorf zuständig für ein Grillfest, für eine Bläserserenade oder für einen Auftritt der Trachtler. Seine Vereinsmitglieder übernehmen die Organisation, Urlauber genießen die Abwechslung und Nachbarn stoßen immer gern dazu.

A Campingplatz im Voralpenland

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Gäste machen Urlaub auf einem liebevoll gestalteten Platzgelände, das ganzjährig sehr gut gepflegt wird.

Dem kleinen Klosterdorf macht das Wirtshaussterben zu schaffen. Also verlagert sich immer mehr Dorfleben auf den Campingplatz. Die Rottenbucher wissen zum Beispiel, dass dort Karl Echtler (Jahrgang 1925) anzutreffen ist, der Gründer der Anlage und ehemalige Bürgermeister ihrer Gemeinde.

Anfang der 1970er-Jahre begann er zu zweifeln, ob seine kleine Landwirtschaft sich noch lange trägt, und bekam von einem Freund den Hinweis, dass der weltberühmte Pfaffenwinkel nahezu noch ein weißer Fleck auf der Karte der Campingplätze sei. Der Senior dachte in diesem Moment an einen Wiesenhang in seinem Besitz, sanft zur Bundesstraße 23 abfallend, die in diesem Abschnitt Teil der „Romantischen Straße“ ist. Inzwischen führen auch der Münchner Jakobsweg sowie etliche Pilger- und Meditationswege am Campingplatz vorbei. Im Winter ist er ans Loipennetz angebunden. Denn Karl Echtler hat damals nicht lange gefackelt: Ein Ingenieurbüro entwarf die Anlage mit fünf Ebenen und das Hauptgebäude. Im Sommer 1973 wurde die Eröffnung gefeiert.

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