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Wohntest: Eriba Nova SL 485 Test Der Reisemeister

Wenn die Kinder größer werden, kann der Caravan kleiner werden. Unlogisch? Mitnichten, denn die Kids wählen die große Freiheit im kleinen Zelt vor dem Caravan. Also haben wir einen typischen Zwei-Personen-Grundriss im Schlepp. Den ersten positiven Eindruck hinterlässt der Eriba Nova SL 485 bereits beim Beladen. Besonders leicht macht es uns die große Außenklappe, durch die wir den Stauraum unter dem Festbett befüllen. Hier verlaufen keinerlei störenden Kabel und Leitungen, wie wir es sonst schon oft erlebt haben. Genügend Staumöglichkeiten für die Garderobe von vier Personen bieten sowohl der Kleiderschrank, der leider ohne Innenbeleuchtung auskommen muss, diverse Oberschränke mit indirekter Beleuchtung und ein praktischer Schuhschrank im Eingangsbereich. Platz bieten auch der Schrank unterm Waschbecken sowie offene Regale mit kräftigen Gummibändern, die Toilettenartikel gegen Herausfallen sichern. Am meisten begeistert jedoch die Küche mit ihren sechs großzügig dimensionierten Schubladen sowie zwei Oberschränken.

Am Strandcamping Gruber am Faaker See in Kärnten erwartet uns eine Überraschung. Beim Anschluß des Caravans an das Stromnetz bemerken wir, dass die Außensteckdose so hoch angebracht ist, dass unsere Kabeltrommel, trotz langem Adapterkabel, in der Luft hängt. Mit einem weiteren Verlängerungskabel können wir dies aber überbrücken. Der Grund dafür findet sich im Inneren des Fahrzeugs. Zwischen Kleiderschrank und Heizung befindet sich eine große, praktische Schublade, dafür rutscht die Stromversorgung nach oben.

Als „Schönwettercamper“ haben wir auf ein Vorzelt verzichtet und eine Sackmarkise am Fahrzeug angebracht. Dabei fiel auf, dass die Kante der Kederleiste sehr scharfkantig ist und beim Einziehen der Markise den Keder beschädigt. Hier fehlt ein Arbeitsgang, der die Kanten bricht.

Da schönes Wetter in den Alpen leider nicht immer gegeben ist, wird der SL 485 auch innen ausgiebig getestet. Ein zentraler Punkt ist dabei die Rundsitzgruppe im Bug des Fahrzeugs, die dann doch mal sowohl zum Essen als auch zum Schlafen genutzt wird. Für beides erscheint sie uns nicht ganz ideal. Zu viert geht es eng zu, auch wenn sich der Tisch horizontal und vertikal verschieben lässt. Das äußere Sitzpolster macht sich dabei permanent selbstständig. Der Umbau zum Bett gestaltet sich recht aufwendig, ist doch hier ein Puzzle mit insgesamt acht Polstern zu lösen. Und wohin mit den voluminösen Rückenpolstern? Komfortables Schlafen geht anders – ganz im Gegensatz zum Festbett im Heck mit hervorragender Matratze und genügend Platz.

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