Fotostrecke

Wohntest: Eriba Nova GL 545 Test Winterquartier

Mit einem Eriba Nova zum Wintertest? Noch vor Jahren hätten eingefleischte Wintercamper darüber gelächelt. Dies hat sich grundlegend geändert. Mit der Neukonstruktion der Nova-Baureihe 2014 wurde die Heiztechnik komplett neu gedacht und die Spezialisten bei Alde in Schweden bescheinigen Eriba hier größte Ingenieurskunst (siehe CCC 5/14).

Hier geht es nicht nur um den Einbau der Heizung und der Konvektoren, sondern um die Gesamtkonstruktion. Während eine Umluftheizung ein Gebläse hat, muss die Warmwasserheizung mit der normalen thermischen Konvektion auskommen. Dies bedeutet, dass der Möbelbau perfekt für eine Warmwasserheizung konzipiert sein muss. Ob dies den Machern bei Eriba gelungen ist, sollte ein Winterdauertest im Februar und März dieses Jahres klären.

Am Start war der Nova GL 545 mit Arktispaket, der bereits im Profitest bestens abgeschnitten hat. Auch in der Kältekammer in Schweden hat er alle Prüfungen nach DIN perfekt erfüllt, aber wie sieht es in der Realität aus? Gerade im Winter ist der Feuchtetransport ins Fahrzeug über die Bekleidung gewaltig.

Die Fahrzeugübernahme in Bad Waldsee erfolgte bei denkbar schlechtem Wetter. Die Fahrt nach Sölden gestaltete sich trotz Schneefall auf dem Fernpass aber problemlos. In Sölden auf dem Campingplatz war die erste Tat einfach, denn dort herrschte zwar Frost, aber Schnee war noch keiner angekommen. Caravan rückwärts in die Parzelle, abspindeln, Strom einstecken, Heizung an.

Der erste Gang in den Caravan nach knapp einer halben Stunde erfreut: Hier ist es schon richtig warm. Die Warmwasserheizung arbeitet sehr effizient. Über die ersten zehn Tage wurden zwei Elf-Kilogramm-Gasflaschen und 68 Kilowattstunden Strom verbraucht. Das ist gemessen an den Außentemperaturen ordentlich, wenngleich der Strom schon zu Buche schlägt. Der größte Verbrauch wurde aber in der Aufheizphase ermittelt – in den ersten 24 Stunden alleine 28 Kilowattstunden Strom. Die folgenden Tage wurde der Verbrauch dann optimiert. Vor Verlassen des Caravans wurde der Regler auf 15 Grad gestellt und abends wieder hochgedreht. Hier wäre die verfügbare automatische Absenkung der Heizung über die elektronische Steuerung eine große Hilfe. Die Aufrüstung bei Alde kostet 375 Euro, dann kann die Heizung auch per App gesteuert werden.

Seiten >> 1 2

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.