Fahrbericht: Citroën C4 Test Flotter Franzose

Es gibt Caravaner, die wählen ihr Auto passend zum Wohnwagen. Häufig bildet dann ein SUV den vorderen Gespannteil. Es gibt aber auch Caravaner, die mögen es eine Nummer kleiner; kaufen den Wohnwagen eher nach dem Auto. Und wenn ein Kompakter in der heimischen Einfahrt parkt? Zum Beispiel ein C4 BlueHDI 150 Shine von Citroën? Dann zeigt sich schnell, dass der hübsche Franzose auch vorm Häuschen auf Rädern eine gute Figur macht.

Der Anhängekupplung fehlt eine brauchbare Öse fürs Abreißseil.

Stolze 1.750 Kilogramm darf diese Variante an den abnehmbaren Haken nehmen. Beim Test bringt es der Weinsberg CaraTwo 500 QDK auf 1.350 Kilogramm. Entsprechend entspannt sollte der Citroën mit ihm zurecht kommen. Und das tut er auch. Der 150-PS-Turbodiesel liefert bis 370 Newtonmeter an die Eingangswelle des präzise zu schaltenden, gut abgestimmten Sechsganggetriebes. Lange Autobahnsteigungen mit fünf Prozent Neigung stellen für den Citroën kein Problem dar – verwunderte Blicke manches Reisemobilfahrers sind einem sicher, wenn das kompakte Auto samt Caravan an ihm vorbeizieht.

Wer beim Anfahren zu beherzt aufs Gas tritt, dem quittiert der potente Kompakte das schon mal mit dem zügelnden Eingriff der Elektronik. Bei vernünftiger Fahrweise behält der Citroën C4 aber ausreichend Traktion. Mit 1.435 Kilogramm Leermasse ist der C4 schwer genug, um den Caravan sicher auf Kurs zu halten. Das straffe Fahrwerk profitiert zudem vom kurzen Hecküberhang. Allerdings sind Deichselstöße im Fahrzeuginneren recht gut spürbar.

In der besten Ausstattung Shine spendiert Citroën beiden Vordersitzen Sitzhöhenverstellung und Lendenwirbelstütze. Selbst große Fahrer finden so eine entspannte Sitzposition. Auf der Rückbank bleibt dank kaum abfallender Dachlinie viel Kopffreiheit. Auch die Beine müssen sich Fondpassagiere nicht verknoten.

Der Einstieg in die C4-Welt beginnt mit dem C4 Live mit 110-PS-Benziner und 1.450 Kilogramm Anhängelast ab 17.240 Euro. Der getestete BlueHDI 150 Shine kostet ab 27.040 Euro.

Infos: Citroën, Text und Fotos: Mathias Piontek

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