Fahrbericht: Hyundai Tucson Test Ganz europäisch

Kennen Sie noch den Kia Sephia? Nein? Daewoo Nexia? Auch nicht? Diese Fahrzeuge kamen mit der ersten Korea- Autowelle in den 1990ern zu uns nach Deutschland. Der Hyundai Pony aus dieser Zeit wurde von manchem Autoexperten noch milde belächelt.

Heute macht sich über koreanische Autos niemand mehr lustig – warum auch? Längst haben die Hersteller europäischen Standard erreicht, zum Teil auch übertroffen – und rollen oft aus europäischen Werkshallen.

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Zum Herantasten: Die vielen Knöpfe des ansprechend gestalteten Cockpits beherrscht der Fahrer zur Gänze erst nach kurzer Eingewöhnung. Foto: Volker Stallmann

Mochte dem kleinen Pony noch niemand so recht einen Anhänger zumuten, sieht das beim getesteten Hyundai Tucson 2,0 CRDi Allrad Premium ganz anders aus. Modernes Design, gute Ausstattung und 2.200 Kilogramm zulässige Anhängelast sprechen für den Kompakt-SUV. Der 185 PS starke Turbodiesel hat mit diesem Maximum keine Probleme. Bis zu 400 Newtonmeter bringen das Gespann voran. Auch auf der langen, steilen Steigung am Aichelberg auf der A8 geht dem Wagen nicht die Puste aus. Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist auch für schnelle Gangwechsel ausreichend präzise; die Übersetzungen passen auch bei Last gut zum Charakter des Motors. Das Fahrwerk gibt sich ebenfalls kaum eine Blöße. Spurstabil, allenfalls die Nickbewegungen des Caravans auf schlechten Straßen könnte es kommoder abfangen. Die Vordersitze lassen sich für bequemes Reisen elektrisch einstellen, und auch die Fondpassagiere überstehen lange Reisen im Tucson klaglos.

Der Einstieg bei Hyundais SUV beginnt bei 22.700 Euro für den Tucson blue 1,6 GDI Classic mit 132 PS, Frontantrieb und 1.400 Kilogramm zulässiger Anhängelast.

Info: Hyundai

Text: Mathias Piontek, Fotos: Volker Stallmann

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