Nordengland Reise Der Briten schönste Seiten

Im Norden Englands ist Idylle allgegenwärtig. Auf von Hecken und Steinmauern gesäumten Weiden spielen Lämmer. In parkartigen Weiten recken uralte Baumriesen knorrige Äste gen Himmel. Grüne Auen wechseln mit windgepeitschten Hochmooren und endlosen Heiden. Steinerne Brücken schwingen sich anmutig über mäandernde Bäche. An Steilküsten lecken Wogen, Sandstrände schmiegen sich in geschützte Buchten. Häfen und Dörfer liegen im friedlichen Dornröschenschlaf. Nur zahlreiche Kloster- und Burgruinen zeugen von Schlachten und Glaubenskriegen der Vergangenheit.

Die landschaftlich schönsten Regionen sind als Nationalparks ausgewiesen. Im Osten erstrecken sich die North York Moors, eine von tiefen Flusstälern durchschnittene, mit Moor und Heide bedeckte Hochebene, die bis an die Nordseeküste reicht. Im Westen liegt der Lake District nahe der Irischen See. Eine ziemlich wilde Berglandschaft, deren höchster Gipfel, der Scafell Pike, immerhin 978 Meter hoch aufragt. Die namengebende Attraktion des Lake District liegt indes in den Tälern: viele langgestreckte Seen.

Nordengland Landschaft Lake District bei Ullswater

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Bemooste Feldsteinmauern und alte Bäume prägen das Landschaftsbild wie hier bei Ullswater. Foto: Martina Berliner

In beiden Nationalparks sind einige Straßen, die von lieblich grünen Tälern auf karge Höhen führen, derart schmal, kurvenreich und steil, dass das Befahren mit dem Gespann ausdrücklich verboten ist. Ausweichstrecken mit weniger Gefälle sind aber ausgeschildert. Weil man dann schon mal weite Umwege in Kauf nehmen muss, um an sich kurze Distanzen zu überwinden, ist es ratsam, den Wohnwagen auf einem der zahlreichen leicht erreichbaren Campingplätze abzustellen und die Hochebene mit dem Auto oder, weit besser, auf Schusters Rappen zu erkunden. Beide Nationalparks durchziehen jeweils mehrere Tausend Kilometer ausgeschilderter Wanderwege.

Als Ausgangsbasis für Ausflüge im Süden der North York Moors bietet sich Hutton-le-Hole an. Das romantische, von einem Bächlein durchflossene Dorf wirkt ebenso authentisch wie das Freilichtmuseum, das es dort auch gibt. Der Campingplatz liegt am Rande dieses Bilderbuch-Fleckens auf dem weitläufigen Wiesengelände der Westfield Farm. Hier befindet man sich mitten im Herzen des Nationalparks. Bis nach Castle Howard, einem wunderschönen Barockschloss im südlich gelegenen Hügelland braucht man etwa 20 Minuten, bis nach York, der schönsten Stadt Nordenglands, rund eine Stunde.

Wer mit Caravan an die Küste möchte, nimmt am besten die A 169 von Pickering nach Whitby. Die Straße ist gut ausgebaut und die Strecke landschaftlich sehr reizvoll. Zwischen dem hübschen Marktflecken und dem ehemaligen Seebad verkehrt auch eine historische Eisenbahn.

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